Freue mich jetzt aber total auf meine Mama und Ingo, und auf die Natur und die Ruhe, auf all das. Darauf, zu erleben, wie die beiden wohnen und leben. Ich bin irgendwie so alle wie eines meiner 2 Handy-Akkus und werd' jetzt mal versuchen, etwas zu schlafen. Der Bus macht in Ljusdal beim Järnvägshotellet 45 Minuten Rastpause. Er fuhr übrigens am Gate 8 ab (im Flugzeug saß ich in Reihe 8). Ich und die 8er: Eine unendliche Geschichte.
Jetzt hab' ich wirklich gut eine Stunde geschlafen. Gestern – am Samstag – war ich vormittags mit den Kinks unterwegs, leider waren die allerdings nur in meinem Ohr. :( Die Straßen haben sehr witzige Namen, hier in Schweden, so wie eigentlich alles witzig und nett klingt. Am Samstagabend sah ich eine Straße, die „Jutas Backe“ hieß. Jutta heißt auch meine Mama. Alles hier während der Fahrt ist voller Wälder (ich mache auch während der Fahrt Fotos). Wald, Natur, endlose Weite. Man merkt, dass dieses Land groß ist. Und dieses „Hej“ find' ich so nett. Das erzählte ich Freitagabend auch einer in einem Café, wo ich (übrigens richtig leckeren) Kaffee trank. In der Nähe der Straße St. Eriksplan war das. Samstagabend gab es auch mal ein nicht so schönes Erlebnis, als ich am Eingangsbereich des Interhostel AB in der Kammakargatan 46 zusammengestaucht wurde, weil ich dort rauchte, obwohl da ungelogen 6 bis 8 ausgedruckte Hinweisschilder hingen, die das Rauchen dort verbieten. Durchaus verständlich, dass sie da etwas sauer war (dennoch war sie die mit Abstand zickigste und unfreundlichste der 3-4, die ich dort erlebte. Und - im Nachhinein ergänzt - leider sollte ich es mit ihr und nicht der Heiratskandidatin auch am 23.9. zu tun bekommen).
Ach ja: Haha, ich war schon Freitagnachmittag in einem Lidl, nachdem ich nochmal Euro in Schwedische Kronen getauscht hatte. Und dann habe ich am Freitag (zur Erinnerung – natürlich nicht zum Rauchen) ;) noch Lucky Strike mit Schwedischer Packung gekauft. 49 SEK, sind nicht wirklich viel teurer als in Deutschland. In London sah das anders aus mit knapp 80 Pfund für eine Packung. In Ljusdal haben wir von 17:05 bis 17:55 eine Pause gemacht. Dabei kam ich mit einem wirklich sehr sympathischen älteren Schweden ins Gespräch, mit dem ich mich bald 'ne halbe Stunde sehr gut unterhalten habe. Später im Bus bei der Weiterfahrt dann auch immer wieder. Mal haben wir uns auf Deutsch unterhalten, mal auf Englisch, da er auch sehr gut Deutsch sprach. Besser, als das viele tun, die Deutsche sind. Und diese Freundlichkeit, wie offen die in Schweden sind, wie sie auf Menschen auch zugehen, mit ihnen ins Gespräch kommen: Das ist das, was mich so fasziniert, dass die Schweden nicht derartig reserviert sind, dass sie auf einen zugehen, Interesse zeigen. Die haben irgendwie sogar eine Art Lächeln im Gesicht, wenn sie gar nicht lächeln.

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Schweden: Ein Erlebnisbericht von Linus rund um einen wunderschönen Urlaub im September 2012
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