Das E-Book ››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ wurde letztmals aktualisiert am 9.7.2015 im Kindle Store von Amazon veröffentlicht und kann für 2,99 € gekauft werden. ›› E-Book ››Trashig, düster, laut & hässlich: Böse Stories und ein musikalischer Bonustrack‹‹ bei Amazon kaufen (mit Leseprobe).

››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ (E-Book) ››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ enthält:

››Dunkel‹‹, ››Flucht‹‹, ››Liebst Du?‹‹ (als Single-E-Book bei Amazon), ››Rache‹‹, ››Stuff‹‹ (gratis bei Amazon), ››Last Days‹‹, ››Ein Jahr‹‹, ››Eine seltsame Unterhaltung‹‹, ››Stille‹‹, ››Die kalte Nacht‹‹, ››Eine kleine und kurze Reise durch einen Ausschnitt der Musikwelt eines Musikliebhabers‹‹, Preview zu einem Thriller mit dem Titel ››Frei‹‹ .

Besuche ein grauenerregendes Haus, vor dem sich Tratzuc seiner Vergangenheit stellen muss, als ein Toter aufkreuzt. (››Rache‹‹)
Bange mit mehreren Jugendlichen, die in einer stürmischen, verregneten Nacht in einem Jugendzentrum die Bekanntschaft mit einem Mann machen, der definitiv einige eher unvorteilhafte Macken sein Eigen nennt. (››Die kalte Nacht‹‹)
Erlebe, wie ein komischer Typ mehreren Menschen in seinem Haus vielleicht nicht nur helfen möchte... (››Stuff‹‹)
Zusätzlich schrieb der Autor ausführlich über eine seiner großen Lieben: Die Musik. (››Eine kleine und kurze Reise durch einen Ausschnitt der Musikwelt eines Musikliebhabers‹‹)

Wer nach dem Lesen dieses Einstiegs Lust auf mehr hat, kann u.a. bei Amazon für 2,99 € den kompletten Kurz-Roman ››Dunkel‹‹ sowie einige weitere Geschichten und Texte als E-Book fürs Kindle oder andere E-Book-Lesegeräte oder Smartphones (mit installierter Kindle App) bestellen.

››Stuff‹‹ (gratis bei Amazon)

 

Leseprobe des E-Books ››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ (Untertitel: ››Böse Stories und ein musikalischer Bonustrack‹‹) von Linus Lumpitzsch

 

Willkommen in der Dunkelheit...

All das kann man in ››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ in der am 9. Juli 2015 letztmalig aktualisierten Fassung erleben (und noch mehr):

Erlebe, wie Jim vom einen auf den anderen Tag aus seinem langweiligen Leben mitten in ein blutiges Schlamassel geschmissen wird. (››Dunkel‹‹)
Fahr' mit im Fluchtauto, in dem eine sympathische Gaunerbande auf dem Weg in ein Versteck ist. (››Flucht‹‹)
Sei dabei, wie Harold, nachdem er eine ausgesprochen komische Zeitungsanzeige liest, zunächst von einer in seinem Kopf herumdonnernden Stimme geplagt und von irgendetwas fremdgeführt wird, und dann bedauerlicherweise die Bekanntschaft mit Thaddäus Bartholomäus Fitzgerald macht. Für Harold ist dies der Beginn des reinsten Horrors. (››Liebst Du?‹‹)
Begleite den absolut irren Áris Sorbotas auf seinen blutigen Wegen des Gemetzels.
Nimm Teil am Schrecken einer plötzlichen Stille und Einsamkeit eines Erwachten, der alleine auf der Welt zu sein scheint. (››Stille‹‹)
Lies, wie in einer nahen Zukunft die Seuche ›NREE257‹ das Ende der Welt bringt (››Last Days‹‹)

Der Text der Leseprobe ist urheberrechtlich geschützt und ungefähr 10% des kompletten Buches in dem Umfang, in welchem man auch per Leseprobe auf den Internetseiten mit E-Books im Angebot in ››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ reinlesen kann.

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Auf dieser Seite besteht die Möglichkeit, sich die Leseprobe als PDF bzw. als MOBI-Datei downzuloaden, oder den Text als HTM-Datei online zu lesen. Neben der Leseprobe der ersten 10% des Buches sind auch kurze Passagen sämtlicher Texte zu lesen.
Leseprobe auf dieser Internetseite öffnen und online lesen.

››Liebst Du?‹‹ ››Liebst Du?‹‹ (Eine mysteriöse und seltsame Short Story.) Als Single-E-Book bei Amazon! (öffnet ein neues Fenster, letztmalige Aktualisierung der Story am 9.7.2015)

 

 

 

 
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››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ (E-Book) erschien in aktualisierter Fassung am 9. Juli 2015.
››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹
Format: E-Book
Buchseiten: ca. 463
Sprache: Deutsch



Eine Leseprobe von Trashig, düster, laut & hässlich: Böse Stories und ein musikalischer Bonustrack gibt es bei Amazon.

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››ANGST‹‹, ein blutiger, aber auch humorvoller E-Book-Thriller von Julius Cyphandrius (Linus Lumpitzsch). Infos in neuem Fenster anzeigen.
››ANGST‹‹
Ein blutiger, humorvoller E-Book-Thriller von Julius Cyphandrius (= Linus Lumpitzsch). Letztmalig leicht aktualisiert am 7. Juli 2015.

(INFOS)

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PASSAGEN AUS DEN GESCHICHTEN:

››Dunkel‹‹
Wie seltsam und grauenvoll diese Welt doch sein konnte. Nicht einmal zwei Tage zuvor hatte er sich überlegt, wie er wieder ein bisschen mehr Action in sein Leben bringen konnte, und nun stellte sich ihm höchstens noch die Frage, ob der Verrückte wohl zum krönenden Abschluss noch auf Jims notdürftiges Grab pissen würde.
Er dachte an Lisa. Ein fester Schlag mit dem Griff der Dienstwaffe. Dann wurde ihm schwarz vor Augen und Jim sackte zu Boden.
Rosen… Liebe… Dornen… Hass.
Er wurde bewusstlos.
An einem Freitag, den 13. ereignete sich vor einigen Jahren Folgendes…
Alles war nach Plan verlaufen. Doch Zeit, erst einmal tief durchzuatmen, hatten sie nicht. Dicht an dicht saßen sie in dem alten Ford. Ihre Blicke waren ausnahmslos auf die Interstate gerichtet, auf welcher sie im Augenblick entlang rasten, wobei Joe den Wagen lenkte.
Was sie in diesen frühen Morgenstunden dieses Freitags bei sich hatten, waren drei kleine, dunkelbraune Stoffsäcke, deren Inhalt nicht etwa kiloweise nahezu wertlose Kartoffeln waren, sondern exakt zwei Millionen vierhundertachtundfünfzig Tausend siebenhundertachtundachtzig Dollar und sechsundsiebzig Cent.
Aus dem laut eingestellten Radio spielten ihnen die Rolling Stones ihr ››Gimme Shelter‹‹ entgegen. Aller Voraussicht nach hatten sie einen sehr schönen Tag vor sich. Die rötliche Sonne verbreitete in diesen Morgenstunden ihre warmen Strahlen.
››Scheiße, ich kann das alles nicht glauben‹‹, meinte Steve und blickte sich nach links zu Joe um.
Der kaute vor Aufregung mehr auf seiner brennenden Zigarette herum, als dass er sie rauchte. Er erwiderte nichts auf Steves Aussage, empfand jedoch dasselbe Gefühl.
››Kannst ja nachschauen, ob’s wahr ist, oder nicht, wenn wir erst mal die Moneten in den Händen halten‹‹, warf Robert ihm an den Kopf.
Steve Pane drehte sich nicht zu ihm um. Er lauschte vielmehr der Musik der Rolling Stones und versuchte, dadurch etwas zur Ruhe zu kommen.

Harold erwachte nach elf Uhr. Verwirrt blickte er sich um. Er befand sich in einem großen Büro.
Jener Mann, der ihm bereits am Vortag den Brief überbracht hatte und der gemeinsam mit seinem Begleiter Harold am Treffpunkt abgeholt hatte, saß ihm gegenüber und beobachtete den Gast seltsam eindringlich.
››Guten Tag, Harold‹‹, sagte er erfreut.
››Was mache ich hier?‹‹ fragte Harold und betrachtete seinen Gegenüber mit einem Gesichtsausdruck voller Fragezeichen.
››Nachdem wir uns bereits zweimal trafen, wurde mir meine Unhöflichkeit erst vorhin so recht bewusst. Bitte entschuldigen Sie das Versäumnis, mich Ihnen nicht früher vorgestellt zu haben. Mein Name ist Andrew Trontschew. Ich darf Sie herzlich hier im Anwesen von Thaddäus Bartholomäus Fitzgerald, Ihrem Gastgeber, begrüßen. Er wird Sie in wenigen Momenten empfangen.‹‹
Der kleine Mann sah sich Harold genau an und nahm seinen Blick nicht eine Sekunde von ihm. Und er blinzelte nicht. Zuvor war diese Seltsamkeit Harold noch nicht aufgefallen, nun jedoch trat diese Tatsache erschreckend klar hervor und erschreckte ihn zutiefst.

››Liebst Du?‹‹ ››Liebst Du?‹‹ (Eine mysteriöse und seltsame Short Story.) Als Single-E-Book bei Amazon! (öffnet ein neues Fenster, letztmalige Aktualisierung der Story am 9.7.2015)

Das Haus stand mitten am Atlantik. Alle munkelten über eine scheinbare Wahrheit rund um jenes Gebäude, doch keiner hatte die leiseste Ahnung, was dort wirklich vor sich ging.
Wahrlich, als der alte Bewohner in seinem Suff die Frau dreizehn Mal gegen das Geländer der Wendeltreppe ins erste Stockwerk geschmissen und totgeschlagen hatte, kehrte für kurze Zeit Stille ein. Doch gesprächig, wie die Bewohner der kleinen Ortschaft seit eh und je waren, hielt diese von Ohnmacht begleitete Stille nicht ewig an. Wie eine bösartige Seuche, ein nagender Virus, klebte diese Gesprächigkeit an ihnen und kam fast einem verteufelten Fluch gleich.
Der Mann hatte sich nach jener Tat in die für ihn tödliche Badewanne begeben. Seine Hand hatte er sich zuvor in weiser Voraussicht abgehackt.
Blutverschmiert hatte er mit seiner noch vorhandenen linken Hand diesen letzten Fluch an die weißlichen kleinen Kacheln geschrieben und dann seiner toten Frau nahe dem Geländer einen letzten Blick zugeworfen. Damals hatte ihn die Trauer während jenem letzten Anblick des toten Körpers überfallen. Er hatte sie aus Liebe getötet.

Keiner von ihnen sprach auch nur ein Wort. Diese Stille hielt nun bereits seit über zehn scheinbar ewigen Minuten an. Aus einem unerklärlichen Grund wollte keiner der vier diese seltsame und gespenstisch erscheinende Stille unterbrechen.
Sie sahen sich an und wussten alle, dass ihnen eine beschwerliche und merkwürdige, eine quälende, peinigende und harte Zeit bevorstand. So waren zumindest ihre zutiefst pessimistischen Vermutungen an diesem erst kürzlich angebrochenen neuen Tag.
Das einzige, was die unangenehme Stille – auch ausgelöst durch Macht- und absolute Ratlosigkeit – unterbrach, war das Ticken eines alten vergoldeten Weckers aus den 60er Jahren.
Keiner von ihnen wohnte in diesem zweistöckigen großen Einfamilienhaus, in welchem eine Mahagoni-hölzerne Treppe in die oberen Stockwerke führte.
Das ungnädige und beständige Ticken missfiel ihnen allen nahezu im gleichen Maße. Die alte, kitschig erscheinende Stehlampe beschenkte die vier nur sehr spärlich mit Licht, weswegen eine seltsame Mischung zwischen hell und dunkel in dem großen hohen Raum vorherrschte.
Vor wenigen Minuten hatte das Telefon bereits zum dritten Mal im Verlaufe dieser noch sehr jungen Vollmondnacht geklingelt. Das Klingeln war hässlich grell und widerlich in ihrer aller Ohren erschienen. Sie hatten nicht an den Apparat gehen können. Dazu fehlten ihnen, in einer Reihe gegen die weiße Wand gelehnt, die Möglichkeiten.
Keiner von ihnen war gefesselt oder in sonstiger Weise unfreiwillig daran gehindert worden, den Hörer des alten Telefons abzunehmen. Der einzige Grund, der sie davon abhielt, war die große und tief in ihnen allen festsitzende Angst.

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Der Beschluss des Weltuntergangs wurde am zweiten Juli 2032 nach mehrwöchigen harten und zermürbenden Diskussionen einstimmig für den vierten Juli 2033 beschlossen. Die Beratungen waren zäh und zogen sich, als für die Menschheit keine Alternative mehr dazu bestand, über dreißig Tage lang täglich bis spät in die Nacht hin.
Als bekannt wurde, dass tatsächlich das Ende der Menschheit auf der Erde kurz bevorstand und der Entschluss über die Medien an die Bevölkerung weitergegeben wurde, folgten unzählige Massendemonstrationen, sehr viele Anschläge, Selbstmorde und eine bis dato unbekannte, in Anbetracht der düsteren Situation jedoch äußerst logische Massenhysterie.
Doch die Staatsoberhäupter und die Politiker hatten keine Wahl mehr. Gewalt war die wahre Regierung eines jeden Staates und einer jeden Stadt geworden. In jedem einzelnen Land konnte nichts an die Gewalt heranreichen und die Kontinente wurden von kriminellen Vereinigungen überschwemmt, welche die Macht Stück für Stück immer stärker an sich rissen.
Die Staaten und deren führende Oberhäupter und Politiker hatten zu viele Jahre zugesehen, wie immer mehr Organisationen vergleichbar mit Pilzen aus dem Boden schossen, ohne weit reichende Vorbeugungen zu treffen.
Sie erhielten von den teils sehr brutalen und kompromisslosen Organisationen Summen anderer Dimensionen, um eben jene Organisationen und Zusammenschlüsse weiterhin an der Macht bleiben zu lassen. Dadurch waren sie längst zu reinsten Marionetten verkommen.
Die schlimmste Folge war die Bildung der in der gesamten Welt ansässigen Organisation ›CAATW‹. Jene Initialen standen für ›Chaos All Around The World‹.
›NREE257‹ hatte sich durch die Strahlung eines neu entwickelten Bildschirms gebildet, welcher in kürzester Zeit Bestandteil sehr vieler Rechner-Systeme und so gut wie aller Mobiltelefone geworden war.
Aber sie beachteten ihn nicht im Geringsten, als stünde er gar nicht bei ihnen. Charles Tromblington versuchte neben ihnen stehend, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, was ihm jedoch nicht gelang. Stattdessen hörte er Andrew – einen seiner besten Freunde – die anderen fragen, wo Charles denn wieder bleibe.
Charles Tromblington trat etwas verwirrt direkt vor Andrew, doch in dessen Gesicht war daraufhin keine Reaktion zu erkennen. Er wirkte ein wenig angespannt, noch immer stand ihm die Frage nach dem Verbleib von Charles ins Gesicht geschrieben.
››Hier bin ich doch, Leute‹‹, sagte Charles durchaus irritiert [...]
Schulz (etwas enttäuscht): ››Nun, weshalb nicht eine kleine Unterhaltung?‹‹
Herr Schulz formt ein Dach mit seinen Fingern.
Van der Missen: ››Wenn Sie sich über etwas Sinnvolles mit mir unterhalten wollen, habe ich nichts dagegen einzuwenden.‹‹
Schulz (irritiert): ››Was schlagen Sie vor?‹‹
Van der Missen: ››Sie wollten sich unterhalten, Herr Schulz. Nicht ich. Schlagen Sie etwas Sinnvolles vor.‹‹
Schulz: ››Ich habe keine Ahnung. Fällt Ihnen nicht etwas ein?‹‹
Van der Missen streicht sich erneut durch die Haare und schüttelt anschließend den Kopf.
Mein Name ist ohne jede Bedeutung. Sie kennen mich nicht. Ich kritzle diese verdammten Zeilen zu Papier, weil ich erzählen und loswerden muss. Was ich erlebt habe und noch immer erlebe, das verlangt danach, von mir aufgeschrieben zu werden. Aber eigentlich weiß ich überhaupt nicht, was los ist. Ich kann nur hoffen, dass irgendjemand irgendwann diese beschissenen Zeilen findet. Denn das würde bedeuten, dass das Leben auf der Erde wieder stattfindet.
Meine Gedanken sind unklar und wirr. Inzwischen kann ich mich kaum noch konzentrieren. Diese Anstrengung auf mich zu nehmen, irgendwem irgendwie zu vermitteln, was hier geschieht (ich weiß gar nicht genau, was das ist), strengt mich sehr an. Hätten Sie durchgemacht, was ich erlebe, würden Sie mich, verdammt noch mal, verstehen.
Ich spüre das Verlangen, niederzuschreiben, was hinter mir liegt und noch immer geschieht. Vermutlich werde ich sehr bald tot sein, aber das weiß ich nicht. Nur so eine verfluchte Vermutung.
Diese schreckliche Stille. Ich glaube nicht, dass ich diese entsetzliche Leere an nicht vorhandenen Geräuschen um mich herum und diese Einsamkeit noch lange ertragen kann. Und ich fühle mich schwach.
Seit vielen Tagen wandere ich herum. Ich bin alleine. Nirgends sind andere Menschen, so sehr ich mich auch nach ihnen sehne. Wie ausgelöscht oder heraus radiert.

Das Zuklicken der Türe aus dem Erdgeschoß war trotz der eingeschalteten Musikanlage leise zu hören…
››Wir kriegen wohl doch noch Besuch‹‹, gab Lukas freudig von sich.
››Sag mal, …‹‹, meinte Kurt, ››…was sollte denn das mit dem Schild unten an der Türe? Und was ist denn mit dem Scheißlicht?‹‹
Die Schritte auf dem klebrigen Boden des Erdgeschosses konnte man deutlich hören. Die Person musste feste Schuhe anhaben. Lukas blickte Kurt fragend an. Die anderen sahen ihn teilweise gespannt, teilweise aber auch gleichgültig und uninteressiert an.
››Was für ein Schild denn? Keine Ahnung wegen dem Licht, nerv’ doch nicht so! Interessiert doch niemanden, das Licht. Wir wollen dir, nett wie wir sind, tatsächlich unsere hässlichen Fratzen ersparen.‹‹
Die Person hatte die Treppenstufen erreicht.
It’s the end of the world, gab der Sänger von R.E.M. durch die Boxen zu verstehen. Das Knacksen und Rauschen der rechten Box war inzwischen stärker geworden.
››Na, draußen vor der Tür. Da steht drauf, heute wäre wegen irgendwas geschlossen. War auch kein Licht an. Ich wär’ fast gleich wieder abgezischt.‹‹
››Was? Und jetzt scheiß endlich auf dein verdammtes Licht!‹‹
Lukas gab einen regelrechten Schrei von sich. Dann blickte er die drei anderen fordernd an.
››Hey! Guck’ uns nicht so an! Wir haben das nicht gemacht und ich hab’ das Schild auch noch nicht…‹‹
Carlos stockte. Er hatte seinen Blick nun von Lukas abgewandt und blickte in Richtung der Türe, wo noch einige kleine Pfützen von der nassen Jacke von Kurt zu sehen waren. Sie waren jedoch nicht das Ziel von Carlos’ irritiertem Blick.
Nun sahen nach und nach auch die anderen zur Türe.
Es kam selten vor, dass ein älterer Mensch sich hier im Jugendhaus blicken ließ. Dieser große schwarzhaarige Mann mochte Mitte vierzig sein. Interessiert blickte er die fünf Jugendlichen an.
Musik ist Leben und wundervoll. Sie reißt Leere hinweg, als wäre diese nie da gewesen. Musik belebt, Musik ist Liebe. Musik ist Energie, welche einen vermag, aus dem tiefsten Loch herauszuziehen. Ich liebe die Musik. So sehr, dass ich dafür keine Worte finde.
Ein Leben ohne die Musik ist für mich genauso unmöglich, wie ein Leben ohne das Trinken und das Essen.
Ich bin glücklich, dass mir in manch einem Lied das Zehntel einer Sekunde genügt, durch welches ein Song unsterblich und unbeschreiblich wird. Das Leben und die Musik: Beides gehört für mich zusammen. Musik vermag so viel zu tun, ist viel mehr als Unterhaltung.
Musik lässt träumen, erschafft Hoffnungen, spendet Trost, schenkt mir gute Laune, wo da zuvor schlechte war. Musik ist für mich das, was für andere Drogen sind. Ja, Musik selbst ist für mich eine Droge, ohne welche ich nicht leben möchte. Meist entdecke ich bestimmte Bands oder Arten von Musik erst sehr spät. Häufig durch Freunde, Bekannte oder die eigene Familie.


Der Auftrag, den sie auszuführen haben würden, grub sich in seinen Gedanken gnadenlos und radikal vor alles andere.
Über den konkreten Inhalt des Auftrags hatte sie ›Der Herr‹ – so nannten sie jenen Mann, dessen Name ihnen nicht bekannt war – per Telepathie bisher noch überhaupt nicht in Kenntnis gesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er ihnen mit Ausnahme einer Person lediglich erste wage Details über Treffpunkte in ihre Köpfe gesendet.
Die Boxen ließen weiterhin die Stones mit ihrem ››Paint It, black‹‹ in Richtung seiner Ohren entkommen. Ein leichter Wind hob zwei der ins Zimmer gewehten Baumblätter, die mitten im Raum gelegen hatten, langsam an. Sie schwebten und waren frei.
Er liebte die Musik der Stones, liebte einfach jede Art von Musik. Er besaß keine Kontrolle mehr über sich selbst. Die Stones waren fertig, er ebenfalls.
Nun dröhnte der Sound von Iggy Pop aus den Lautsprechern. Das Ticken des Weckers wurde wieder lauter. Seine Wahrnehmung kollabierte. Er fühlte sich, als würden ihn sanfte Wellen davon treiben. Ihm wurde übel.
TICK. TICK.
Seine irritierten Augen wanderten durch das Schwarz des Raumes. Die Wellen kannten kein Erbarmen. Immer stärker rissen sie ihn mit.
Was geschah mit den Holzdielen am Boden? Taten sich vor ihm nicht zwei Dielen in der Mitte auf? Gaben sie nicht einen tiefen Schacht – einen dunklen Abgrund – frei? Er fühlte sich schutzlos und empfand mit einem Mal Angst.
Iggy Pop hatte sein Lied beendet und die Seite der Kassette war fertig abgespielt. Rauschen. Waren das die Wellen?
TICK. TICK.
Schläge von innen gegen den Kopf. Schwindelgefühle. Zittern. Er musste den Auftrag des ›Herrn‹ erfüllen, auch wenn er den noch gar nicht kannte. Er fühlte das Rauschen des Blutes und empfand dies als im Moment ziemlich unheimlich. Draußen lachte ein Kind mit einer hellen und hohen kreischenden Stimme.
(AUFTRAG!!) hämmerte ›Der Herr‹ – Dr. Loris Andretto – in seinem Kopf.
Das trieb ihn an. Er wollte aufstehen und davonrennen. Fort von diesem Ort. Ein Klicken. Der Kassettenrecorder wechselte endlich die Seite des Tapes und erste Fetzen eines weiteren Songs – ››Break on through (to the other Side)‹‹ von den Doors – erklangen.
Er fragte sich, ob er eben etwas gesagt hatte, oder aber nicht. War das ›Der Herr‹ gewesen? Ein Donnerschlag, dann knarrte der Boden leicht, die Dielenbretter schienen davonzuschleichen. Sie wanderten sanft zur gegenüberliegenden Wand hin, als wollten sie durch sie hindurch brechen. Der Donnerschlag war die letzte Warnung gewesen, da war er sich sicher.

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